|
Jahrhunderte
lang führte Holsterhausen ein unauffälliges Leben. Die Einwohnerzahl
stieg nur langsam. Das änderte sich im Zuge der Industrialisierung.
Überall entlang der Ruhr wuchsen ehemals kleine Dörfer zu
beeindruckenden Städten, explodierten die Einwohnerzahlen. Zechen,
Eisen- und Stahlhütten sowie die vielen anderen Fabriken brauchten
hunderttausende neue Arbeiter. Diese Entwicklung machte auch vor
Holsterhausen nicht halt. Seit 1911 wurde auch hier Steinkohle
gefördert, in der Zeche Baldur. Die Bergbau-Epoche währte aber nur kurz,
bereits 1930 wurde die Zeche Baldur stillgelegt und mit dem zweiten
Dorstener Bergwerk, Fürst Leopold in Hervest-Dorsten, untertage
verbunden.
Stummer Zeuge dieser Epoche ist das Gebäude der Kohlenwäsche, das man
sehr gut von der Pliesterbecker Straße aus sehen kann. Dieses Gebäude
wird seit 1935 von der Firma Nagel genutzt. |